Schnellschnitt

Bei dem sog. Schnellschnitt handelt es sich um Gewebeproben bzw. Operationsmaterial, die noch während einer laufenden Operation dringend in der Pathologie begutachtet werden müssen um z.B. dem Operateur darüber in Kenntnis zu setzen, ob ein krankhaft verändertes Gewebe tatsächlich restlos entfernt wurde. Da sich der Patient hier noch in Narkose befindet muss diese Untersuchung in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden.

Der Schnellschnittautomat (Kryostat) ermöglicht es, ein vorher zugeschnittenes Präparat in kurzer Zeit einzufrieren, direkt zuzuschneiden und auf den Objektträger zu bringen.Die Präparate werden abschließend eingefärbt und schließlich zur Beurteilung an den Pathologen weitergeleitet. Der Schnellschnittbefund wird dem Operateur unmittelbar telefonisch übermittelt. Der schriftliche Befundbericht wird erstellt.

Auf den abgeschlossenen Schnellschnitt folgt das vollständige Operationsmaterial zur pathologischen Begutachtung.Dieses Material wird entsprechend zugeschnitten, bearbeitet und beurteilt. Die Eingangsnummer des Schnellschnittes bleibt dabei erhalten um eine einfachere Zuordnung zu ermöglichen.

Der nach Abschluss aller Gewebebegutachtungen erstellte Befund wird als "Nachbericht" bezeichnet. Dieser wird ebenfalls zur weiteren Behandlung und dem weiteren Vorgehen benötigt.